Compliance & Regulatorik
Physische Sicherheit für KRITIS

Mit dem KRITIS-Dachgesetz (KRITISDachG) setzt Deutschland die europäische Richtlinie (EU) 2022/2557 über die Resilienz kritischer Einrichtungen (EU CER) in nationales Recht um. Das Gesetz ist seit dem 17. März 2026 in Kraft. Ziel ist es, den physischen und organisatorischen Schutz kritischer Infrastrukturen deutlich zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Bedrohungen aller Art zu erhöhen.

 

Kontakt

Betreiber kritischer Anlagen (KRITIS-Betreiber) sind verpflichtet, auf Basis eines risikobasierten All-Gefahren-Ansatzes regelmäßig Risikoanalysen durchzuführen und Resilienzpläne zu erstellen. Dabei müssen natürliche, technische, gesundheitliche und menschlich verursachte Risiken berücksichtigt werden, darunter Naturereignisse, Industrie- oder Versorgungsstörungen, Pandemien, Sabotage, terroristische oder kriminelle Handlungen, Insider-Tätigkeiten, hybride Angriffe und Personalausfälle sowie Abhängigkeiten von anderen Sektoren und Versorgern.

Die neuen Vorgaben verpflichten KRITIS-Betreiber, geeignete Resilienzmaßnahmen zu treffen und in einem Resilienzplan darzustellen, die

  • das Auftreten von Vorfällen verhindern,
  • einen angemessenen physischen Schutz kritischer Anlagen gewährleisten,
  • eine Reaktion und Abwehr im Krisenfall ermöglichen und
  • die zügige Wiederherstellung kritischer Dienstleistungen sicherstellen.

Die Maßnahmen müssen auf nationalen und betrieblichen Risikoanalysen aufbauen und regelmäßig überprüft werden. Vorfälle sind innerhalb von 24 Stunden zu melden. Die Verantwortung liegt bei der Leitungsebene. Zentrale Anlaufstelle ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Aufsicht übernehmen je nach kritischer Dienstleistung die zuständigen Behörden des Bundes und der Länder.

Unsere Unterstützung

HiSolutions berät und begleitet KRITIS-Betreiber bei der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen aus dem KRITISDachG (EU-CER-Richtlinie) und harmonisiert diese auf Wunsch mit weiteren regulatorischen Vorgaben in einem integrierten Managementsystem (IMS). Unsere Leistungen umfassen:

  • Betroffenheitsanalyse: Prüfung, ob und in welchem Umfang ein Unternehmen unter das KRITISDachG fällt, inklusive Zuordnung zu Sektoren und Schwellenwerten sowie Unterstützung bei der Registrierung.
  • GAP-Analyse: Bewertung des aktuellen Umsetzungsstands gegenüber den Anforderungen des KRITISDachG und Identifikation bestehender Abweichungen. Eine erste Schätzung des Implementierungsaufwands kann im Rahmen der GAP-Analyse ebenfalls ermittelt werden.
  • Risikoanalysen (All-Gefahren-Ansatz): Durchführung oder Begleitung von Risikoanalysen und Risikobewertungen gemäß § 12 KRITISDachG zur Identifikation natürlicher, technischer und menschlich verursachter Risiken.
  • Resilienzplan-Erstellung und -Beratung: Entwicklung von Resilienzplänen gemäß § 13 KRITISDachG mit Maßnahmen zu Notfallvorsorge, Objektschutz, Krisenmanagement, BCM und Personalsicherheit.
  • Operatives Krisen- und Notfallmanagement: Aufbau, Überprüfung und Optimierung organisatorischer Strukturen, Krisenstäbe sowie Melde- und Kommunikationswege (§§ 13 und 18 KRITISDachG).
  • Integration CER, NIS-2 und weiterer Regulatorik: Harmonisierung der Anforderungen aus dem KRITISDachG (physische Resilienz), der NIS-2-Umsetzung im BSIG (Cybersicherheit) und weiterer regulatorischer Vorgaben in einem integrierten Managementsystem (ISMS + BCM + ITSCM -> IMS).
  • Awareness- und Management-Schulungen: Schulung und Sensibilisierung von Geschäftsleitungen, Entscheidern und Sicherheitsverantwortlichen zu Risikoanalysen, Resilienzplänen, Krisenmanagement, Pflichten, Meldeprozessen und Haftung.
  • Krisenübungen: Durchführung von Planspielen und Tests zur Überprüfung der Wirksamkeit von Krisen- und Notfallstrukturen.
  • Umsetzungsbegleitung: Unterstützung bei Ausschreibungen, Erstellung und Prüfung von Sicherheitskonzepten, Überprüfung technischer und physischer Schutzmaßnahmen.

HiSolutions unterstützt KRITIS-Betreiber dabei, ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, von der Risikoanalyse über den Resilienzplan bis zu wirksamen Governance-Strukturen.

Unser Podcast zum Thema KRITISDachG

Ihr Ansprechpartner

Manuel Atug


Mit Kompetenz und Weitblick gestalten wir nachhaltige Informationssicherheit: praxiserprobt, innovativ, lösungsorientiert. Ihre Herausforderungen im Bereich Cyber- und Krisenschutz stehen im Fokus – lassen Sie uns gemeinsam die passende Sicherheitsarchitektur entwickeln.


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Manuel Atug bringt über 23 Jahre Erfahrung in technischer IT-Sicherheit, Auditierung und kritischen Infrastrukturen ein. Er ist Mitautor diverser BSI IT-Grundschutz-Bausteine.

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